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Grundprinzipien Des Religiösen Pluralismus

(Pluralismuskonferenz, Birmingham, 9.9.2003)
InterReligiöse Arbeitsstelle INTR°A

  1. Interreligiöser Dialog und interreligiöses Engagement sollten die Art sein, wie sich Religionen zueinander verhalten. Dabei ist es für die Religionen von überragender Notwendigkeit, die unter ihnen bestehenden Streitigkeiten zu heilen.
  2. Der Dialog sollte sich den drängenden Problemen der Welt von heute widmen, darunter Krieg, Gewalt, Armut, Umweltzerstörung, ungerechte Behandlung der Geschlechter sowie die Verletzung von Menschenrechten.
  3. Absolute Wahrheitsansprüche können leicht zur Anstiftung von religiösem Hass und religiöser Gewalt ausgenutzt werden.
  4. Die Religionen der Welt bekräftigen eine auf unterschiedliche Weisen vorgestellte letzte Wirklichkeit/Wahrheit.
  5. Während die letzte Wirklichkeit/Wahrheit jenseits dessen liegt, was menschliches Begreifen vollständig zu erfassen vermag, hat sie in den Religionen der Welt vielfältige Ausdrucksformen gefunden.
  6. Die grossen Weltreligionen mit ihren vielfältigen Lehren und Praktiken bilden authentische Wege zum höchsten Gut.
  7. Den Religionen der Welt sind viele wesentliche Werte gemeinsam, wie
    beispielsweise Liebe, Mitgefühl, Gleichheit, Aufrichtigkeit und das Ideal, andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.
  8. Alle Personen haben Gewissensfreiheit und das Recht, ihren eigenen Glauben zu wählen.
  9. Während wechselseitiges Zeugnis die Achtung voreinander fördert, setzt
    Bekehrungseifer den Glauben des anderen herab.

     

 

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Copyright © 2003 The Pluralist Model of Religion
Last modified: 09/18/03